07. Januar 2012 · Kommentieren · Kategorien: Allgemein · Tags: ,

Gewiß, ich wäre schon so ferne, ferne,
So weit die Welt nur offen liegt, gegangen,
Bezwängen mich nicht übermächtge Sterne,
Die mein Geschick an deines angehangen,
Daß ich in dir nur erst mich kennen lerne.
Mein Dichten, Trachten, Hoffen und Verlangen
Allein nach dir und deinem Wesen drängt,
Mein Leben nur an deinem Leben hängt.

(Johann Wolfgang von Goethe)

dunkle Wolken verdecken der Sonne ihr Licht
ich wäre so gerne bei dir doch ich bin es nicht

die Gedanken sie schweifen so fern und so nah
oh ich weiß noch genau wie es früher war

du und ich wir gingen gemeinsam durchs Leben
und nur unsere Liebe das war unser Streben

es gab Tage voll Freud und es gab Tage voll Leid
doch über kurz oder lang hat uns nichts entzweit

drum dachte ich so könnt es auf ewig weitergehen
nun bin ich allein du siehst mich im Regen stehen

du hast mich verlassen und ich weiß nicht warum
ich hab nichts gemerkt oh was war ich doch dumm

nun steh ich hier allein während die Wolken weinen
ich hoffe nur die Sonne wird bald wieder scheinen

der Wolken Tränen mischen sich mit meinen Schmerzen
du hinterlässt einen leeren Platz in meinem Herzen

(Thomas Lichte)

“Wird’s besser? Wird’s schlimmer?”
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich.

(Erich Kästner)

In diesem Sinne wünsche ich allen einen “Guten Rutsch
und ein Frohes Neues Jahr 2012″,
Thomas

Der Abend kommt und hell erstrahlen viele Sterne
So klar und doch so fern ich spüre deutlich ihre Wärme
Ich denk an dich und alles was ich will bist du
Am Tag und in der Nacht nicht’s andres mehr ich geb es zu

Den Sternen gleich stehst du für mich am Firmament
So unerreichbar fern und doch mein Herz es brennt
So heiß und wild ich kann es kaum ertragen
Komm doch herab zu mir lass dich nicht lange fragen

Du bist so weit entfernt entrückt aus meiner Welt
Wie kann ich dich erreichen dort am Himmelszelt
Kannst du nicht deine Bahn verlassen nur für mich
Müsst ich mich selbst aufgeben ich tät’s für dich

Die lange Nacht vergeht und meine Träume weichen
Ich habe es wieder nicht geschafft dich zu erreichen
Die Sterne funkeln nur des Nachts und nicht am Tage
Sehnsucht erfüllt mein Herz ach hör doch meine Klage

(Thomas Lichte)

Sehnsucht wie ein Vogel nach den Winden
die ihn tragen weit von Ort zu Ort
fühle ich und kann’s nicht finden
was mich treibt von hier nach dort

So such ich voller Hoffnung, fern und nah
werd mich dem Schicksal niemals fügen
kein Ort an dem ich noch nicht war
und muss mich wieder mal belügen

Ein zweiter Blick ich werd’s versuchen
ich lass mich auf dich ein, ich will
und werd mich morgen schon verfluchen
ach wär ich doch bloß einmal still

Die Zeit mit dir so schnell vergeht
schon setzt du deine Reise fort
für uns war’s immer schon zu spät
und ich such längst am nächsten Ort

(Thomas Lichte)

29. Dezember 2011 · Kommentieren · Kategorien: Gedichte · Tags: ,

verschwommen nichts ist klar
ich dacht, dass es liebe war

traurig und verletzt
hab mich so verschätzt

gedanken sie irren umher
ich liebte dich so sehr

gefühle sind dir egal
du übersiehst meine qual

du hast alles bekommen
aber immer nur genommen

jetzt bin ich allein
es war alles nur schein

(Thomas Lichte)

Das Lächeln welches mir geschenkt
Kann meine Sorgen schnell vertreiben
Es die Gedanken von den Plagen lenkt
Die sonst wie Narben würden bleiben

Auch das nette Wort zur rechten Zeit
Lässt mich das Hoffen nicht verlernen
Ist der Weg zu dir auch noch so weit
Du wirst dich nie von mir entfernen

All mein Trachten all mein Sinnen
Geht in deine Richtung ganz allein
Mag die Zeit auch kaum verrinnen
So wird mein Hoffen nie zu Ende sein

Mögen sie mein Streben Dummheit nennen
Manch einer wirft mir Blindheit vor
Doch da sie dich nicht so gut kennen
Nur deshalb bin ich für sie ein Tor

(Thomas Lichte)

dieser Pfeil er traf mein Herz
und der Liebe Feuer es war da
du tratst mir im Licht entgegen
für uns beide war es klar

keine Vorsicht kann noch trüben
was der Liebe Band verbunden
keine Angst kann mehr entzweien
was die Sehnsucht hat gefunden

fließt auch manchmal eine Träne
ist das Ende lange noch nicht da
wer sich liebt wird Wege finden
und es bleibt so wie es war

gemeinsam schreitet neue Wege
was die Liebe fest zusammen hält
mag es strahlen mag es stürmen
doch zu zweit erobern wir die Welt

deine Blicke treffen sich mit meinen
und wir beide spüren diese Macht
nie mehr wollen wir uns trennen
man kann Amor hören wie er lacht

(Thomas Lichte)

Ein Mann, der Tränen
streng entwöhnt,
Mag sich ein Held erscheinen;
Doch wenn’s im Innern
sehnt und dröhnt,
Geb ihm ein Gott – zu weinen.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich ziehe einsam durch die dunklen Gassen
in diesem mir so unbekannten Ort.
Kann meine Traurigkeit noch gar nicht fassen
so still und wünscht ich wäre fort.
Der Regen fällt und strömt mit meinen Tränen
die rinnen wie ein kleiner Fluss.
Nach deiner Nähe nur kann ich mich sehnen
doch du du machtest gestern Schluss.
Wo ist der Sinn ich stelle viele Fragen
doch eine Antwort find’ ich nicht
Was soll ich ohne dich ich werd’ verzagen
in dieser Nacht seh’ ich kein Licht.

(Thomas Lichte)